Wohngebäudeversicherungen werden 2025 durch Asbestprüfungen massiv verteuert

Die Wohngebäudeversicherer sind bereits aufgrund der stark gestiegenen Bau- und Sanierungskosten unter erheblichem Kostendruck.

Dieser hat sich weiter verschärft, nachdem der Bundesrat der neuen Gefährdungsstoffverordnung zugestimmt aht. Mit dieser Verordnung beabsichtigt die Bundesregierung, die Gesundheitsrisiken durch Asbest zu verringern, ein weit verbreitetes und stark krebserregendes Baumaterial.

Zukünftig muss jeder, der an die Bausubstanz eines vor 1993 erbauten Gebäudes herantritt, zunächst eine Gefährdungsbeurteilung durchführen (lassen). Davon betroffen sind etwa drei Viertel aller deutschen Wohnungen, insgesamt rund 34 Millionen Einheiten.

Dies verursacht zusätzliche Kosten, wie der Hauptgeschäftsführer des GDV, Jörg Asmussen, erklärt: „Allein durch die Untersuchungen auf Asbest im Gebäude erwarten wir für die Wohngebäudeversicherer Mehrkosten von über 190 Millionen Euro pro Jahr.“

Ein wesentlicher Grund dafür sei der Fachkräftemangel, der die Schadenbehebung verzögert und häufig verteuert. Auch die betreffenden Labore sind stark ausgelastet.  

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Hinweis: Dieser Artikel dient lediglich illustrativen Zwecken und ersetzt keine professionelle Beratung. Es wird empfohlen, individuelle Versicherungsbedürfnisse mit einem qualifizierten Versicherungsberater oder Versicherungsmakler wie z.B. „AMB Allfinanz Makler“ zu besprechen.